SS 07: Proseminar - Einführung in die Philosophie der Sozialwissenschaften 3KP (17205-01)

Dozierende: Juliette Gloor (email), Hans Bernhard Schmid (email)

Zeit: Dienstag, 14.15-16.00 Philosophisches Seminar (Schönes Haus), Seminarraum 13 

Beginndatum: 27.03.2007 (wöchentlich)

Module: Modul Probleme der Theoretischen Philosophie (BSF - Philosophie)

Inhalt: Was unterscheidet natürliche Tatsachen von sozialen Fakten, Natur von Konvention? Was macht eine Handlung zu einer sozialen Handlung (und damit zu einem Objekt der Sozialwissenschaften)? Gibt es Kollektive oder bloss Individuen? Welche Standards muss eine "gute" Erklärung in den Sozialwissenschaften erfüllen? Welche Rolle spielen Werturteile in den Sozialwissenschaften? Mit diesen und ähnlichen Fragen befasst sich die Philosophie der Sozialwissenschaften. Sie betrifft damit einen weiten Bereich philosophischer Disziplinen: die Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie ebenso wie die Ontologie, Handlungstheorie und Ethik. Gleichzeitig lebt die Philosophie der Sozialwissenschaften von einem engen Dialog mit den Sozial- und Geisteswissenschaften. Während die Philosophie der Sozialwissenschaften stark vom englischsprachigen Raum her beeinflusst ist, wird in dieser Veranstaltung auch die reiche kontinentale Tradition einbezogen, wobei der Fokus immer auf den Hauptproblemen der gegenwärtigen philosophischen Forschung liegt. Diese Veranstaltung richtet sich sowohl an Studierende der Philoso-phie als auch an Studierende verschiedener sozialwissenschaftlicher Richtungen (Soziologie, Ökonomie, Psychologie, etc.). Auch für Studierende mit Interesse an der Methodologie der Geisteswissenschaften ist diese Veranstaltung von Interesse. Dank ihres einführenden Charakters eignet sich die Veranstaltung auch gut für Studienanfänger. 

Leistungsüberprüfung: Lehrveranst.-begleitend, Pass / Fail, keine Wiederholungsprüfung

Unterrichtssprache: Deutsch 

Teilnahmevoraussetzung: Anmeldung zur Lehrveranstaltung

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SS 07: Seminar - "Wahrheitsgefühl" - Affektivität und Kognition 3KP (17195-01)

Dozierende: Anita Konzelmann Ziv (email

Zeit: Mittwoch, 12.15-14.00 Philosophisches Seminar (Schönes Haus), Seminarraum 22

Beginndatum: 28.03.2007  (wöchentlich)

Module: Modul Probleme der Theoretischen Philosophie (BSF - Philosophie) Modul Theoretische Philosophie (MSF - Philosophie)

Inhalt: Der Ausdruck "Wahrheitsgefühl" stammt aus der "Wissenschaftslehre" (1837) von Bernard Bolzano, dem "böhmischen Anti-Kant". Wahrheitsgefühl soll ein Instrument der Wahrheitsfindung sein, dessen intentionaler Modus affektiv ist.Das Ziel des Seminars besteht darin, eine sinnvolle Analyse des Begriffs "Wahrheitsgefühl" und seiner ontologischen Implikationen zu erarbeiten. Wir werden dazu von der Intentionalität von Gefühlen ausgehen und versuchen, diese in Beziehung zu epistemischen Haltungen zu setzen. Während in der Philosophie der Emotionen ein zunehmender Kognitivismus zu beobachten ist, wird unter dem Begriff "Virtue Epistemology" eine Debatte um die Personalisierung grundlegender epistemologischer Begriffe geführt. Sowohl die Tendenz, in Emotionen "evaluatives Urteilen" zu sehen, als auch das Bemühen, die Rechtfertigung von Überzeugungen aus "kognitiven Tugenden" herzuleiten, manifestieren ein Interesse daran, einen stärkeren Bezug auf Werte in die entsprechenden Analysen einzubinden.Wir werden Argumente der Debatte um den Status von Emotionen und Argumente aus der "Virtue Epistemology" mit dem Ziel studieren, sie für die Analyse des Begriffs eines "Wahrheitsgefühl" fruchtbar zu machen. 

Literatur: Als vorbereitende Lektüre empfohlen:

  • Eintrag zu "Virtue Epistemology" in der Stanford Encyclopedia of Philosophy: http://plato.stanford.edu/entries/epistemology-virtue/
  • R. Solomon (2003): "Emotions, Thoughts and Feelings: What is a 'Cognitivist Theory' of the Emotions and Does it Neglect Affectivity?" In: A. Hatzymoisis (ed), The Philosophy of the Emotions, Cambridge: Cambridge University Press, 1-18.
  • Hinweis: Literaturliste ab Semesterbeginn verfügbar. Mehrzahl der Texte in englischer Sprache. 

Leistungsüberprüfung: Lehrveranst.-begleitend, Pass / Fail, keine Wiederholungsprüfung

Unterrichtssprache: Deutsch

Teilnahmevoraussetzung: Nur für Studierende, die den Grundkurs Theoretische Philosophie oder vergleichbare Kenntnisse in der Theoretischen Philosophie

Bemerkungen: Kann von Lizentiatsstudiererenden als Oberseminar angerechnet werden

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SS 07: Seminar - Max Weber: Politik und Wissenschaft als Beruf 3 KP (17206-01)

Dozierende: Hans Bernhard Schmid (email

Zeit: Mittwoch, 16.15-18.00 Philosophisches Seminar (Schönes Haus), Seminarraum 22 

Beginndatum: 04.04.2007  (wöchentlich)

Module: Modul Praktische Philosophie (MSF - Philosophie)

Lernziele: Detaillierte Textkenntnis; Verständnis der diskutierten Sachfragen. Fähigkeit zur Stellungsnahme in den entsprechenden Problemfeldern. 

Inhalt: Max Webers Reden „Politik als Beruf“ und „Wissenschaft als Beruf“ sind in verschiedenen Hinsichten lohnende Objekte einer vertieften Auseinandersetzung. In ihnen werden einerseits die diversen Stränge von Webers Denken philosophisch gebündelt; von Ihnen geht andererseits eine ganz einzigartige Wirkung aus, die sich durch die Sozialphilosophie und Sozialtheorie des vergangenen Jahrhunderts bis in die Gegenwart zieht. Daß dabei die sehr bewegte Zeitgeschichte ebenso reflektiert wird wie umgekehrt „zeitlose“ Einsichten und Schlagworte entwickelt werden, die bis in die Alltagssprache eingedrungen sind, rundet das Bild ab.In dieser Veranstaltung werden Webers Reden unter diesen und weiteren Gesichtspunkten diskutiert. 

Literatur: Wird in der Veranstaltung bekanntgegeben

Leistungsüberprüfung: Lehrveranst.-begleitend, Pass / Fail, keine Wiederholungsprüfung

Unterrichtssprache: Deutsch

Bemerkungen: Kann im Lizentiatsstudium als Oberseminar besucht werden. Für JuristInnen geeignet 

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