HS 08 - Seminar: Vertrauen 3KP (20562-01)

Dozierende: Hans Bernhard Schmid (email), Anita Konzelmann Ziv (email), Juliette Gloor (email)

Zeit: Mittwoch, 10.15-12.00 Philosophisches Seminar (Schönes Haus), Seminarraum 13

Beginndatum: 17.09.2008 (wöchentlich)

Module:

Modul Probleme der Praktischen Philosophie (BSF - Philosophie)
Modul Probleme der Theoretischen Philosophie (BSF - Philosophie)
Modul Praktische Philosophie (MSF - Philosophie)
Modul Theoretische Philosophie (MSF - Philosophie)
 
Inhalt:

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit dem Thema Vertrauen aus philosophischer Perspektive, ohne die disziplinenübergreifende Reichhaltigkeit des Konzepts zu ignorieren. Neben philosophischen Texten zum Thema – Vertrauen spielt in der Philosophie des Geistes, der Sozialphilosophie, der Erkenntnistheorie und der Religionsphilosophie eine wichtige Rolle – setzen wir uns auch mit Positionen aus der Soziologie und Ökonomie auseinander. Unsere Diskussion wird sich im Wesentlichen um folgende drei Schwerpunkte drehen:
1. Der Begriff des Vertrauens: Hier geht es um Fragen wie die, ob Vertrauen primär eine Sache der Voraussagewahrscheinlichkeit ist – wie es etwa in der ökonomischen Literatur gesehen wird – oder ob es vor allem ein affektives Phänomen – also Gefühlssache – ist.
2. Vertrauen in der Erkenntnistheorie: hier diskutieren wir Begriffe wie Husserls lebensweltliches 'Urvertrauen' oder Reids 'natural credulity' als Voraussetzung für rationalen Erkenntnisgewinn. In der gesamten Problematik der Rechtfertigung von Erkenntnisansprüchen spielt Vertrauen eine wichtige Rolle. Am Vertrauen entscheidet sich sowohl die Frage, welche Arten von Überzeugungen als 'selbst-evident' hingenommen werden, als auch die Frage der epistemischen Relevanz des Zeugnisses anderer.
3. Der Vertrauensbegriff in der Sozialwissenschaft: In der Ökonomie ist die Debatte über die Struktur und Funktion von Vertrauen vor allem durch die Rationale Entscheidungstheorie der (experimentellen) Ökonomie geprägt, die Vertrauen meist als eine rationale Erwartung bzw. als eine Entscheidung von einzelnen Individuen unter Risiko definiert. Dabei bleiben zum einen kollektive Aspekte des Vertrauensbegriffs unberücksichtigt, und zum anderen wird die Bedeutungsdifferenz zwischen Vertrauen und der Bestimmung einer reinen Vorhersagewahrscheinlichkeit aufgelöst. Können diese Probleme mit den Begriffsangeboten aus konkurrierenden Sozialtheorien (wie etwa der Theorie Luhmanns) behoben werden?

Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird erwartet, sich auch auf das Studium englischsprachiger Texte einzulassen.

 

Leistungsüberprüfung: Lehrveranst.-begleitend

HS 08 - Forschungsseminar "Kollektive Intentionalität" 2KP (20570-01)

Dozierende: Hans Bernhard Schmid (email), Anita Konzelmann Ziv (email), Juliette Gloor (email)


Zeit: Do 16:15 - 18:00  Philosophisches Seminar (Schönes Haus),  Seminarraum 22

Beginndatum: 18.09.2008  (14-täglich)
 
Module Modul Theoretische Philosophie (MSF - Philosophie)

Inhalt:
Das Kolloquium dient als offenes Forum zur Diskussion der im Rahmen der
SNF-Förderungsprofessur "Kollektive Intentionalität" laufenden Forschungsarbeit.

Literatur: Wird bei Veranstaltungsbeginn bekanntgegeben

Leistungsüberprüfung: Lehrveranst.-begleitend

Unterrichtssprache: Deutsch

Bemerkungen: Wird jedes Semester angeboten